10. Februar 2021

,,Wir lassen uns nicht einschüchtern"

Titus Schüller - Foto: DIE LINKE. Kreisverband Nürnberg-Fürth

Drohschreiben gegen unseren Nürnberger Stadtrat Titus Schüller und DIE LINKE

Mit der heutigen Post hat DIE LINKE einen Drohbrief erhalten. Darin wird unserem Nürnberger Stadtrat Titus Schüller mit dem Tod in einer Gaskammer gedroht. Zudem wird angekündigt, die Fassade des Büros der LINKEN in Nürnberg zu verunstalten. Wörtlich heißt es in dem Brief:

Sehr geehrte Vollidioten,

wir würden es sehr schätzen, wenn der Jamnitzer Platz in eine große Gaskammer umfunktioniert werden würde.

Das würde uns dann auch den ein oder anderen geistig tiefliegenden Kommentar von Schüller und anderem Gesockse ersparen.

Wir haben uns mit ausreichend Farbe eingedeckt und werden demnächst auch die Fassade an dem Haus eures Büros bemalen....

Hoffnungsvoll

J. Müller

Dazu erklärt Titus Schüller: "Wir werden uns nicht einschüchtern lassen und unsere Arbeit für soziale Gerechtigkeit, eine friedliche Außenpolitik und Menschenrechte fortsetzen. Wir werden weiterhin unsere Kritik an unsozialen Entscheidungen äußern – egal ob es um Mieterhöhungen während Corona, um zu niedriges Kurzarbeitergeld oder um unmenschliche Abschiebungen geht. Nürnberg ist eine Stadt, in der Menschen aus über 140 Nationen insgesamt sehr gut zusammenleben. Dies lassen wir uns nicht durch rechte Hetze kaputt machen."

Die Landesvorsitzende der bayerischen LINKEN Kathrin Flach Gomez ergänzt: "Wir haben soeben Anzeige erstattet. In unseren Räumlichkeiten ist neben dem Landes- und Kreisbüro der LINKEN auch das Wahlkreisbüro unseres Bundestagsabgeordneten Harald Weinberg untergebracht. Wir erwarten umfassende Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zum Schutz unserer Repräsentanten und unserer Räumlichkeiten."

Quelle: http://www.die-linke-traunstein.de/aktuell/news/detail/artikel/wir-lassen-uns-nicht-einschuechtern-1/