10. Oktober 2018

„Bayern ist fortan ein Freistaat“

Vorbericht zur Ausstellung „Hundert Jahre Freistaat Bayern“

Jubiläumsausstellung in Laufen und Trostberg

Historische Dokumente und Bilder vor und nach der Ausrufung der Republik Bayern durch den ersten Ministerpräsidenten Kurt Eisner werden in einer großen Ausstellung vom 17. – 26. Oktober 2018 im Alten Rathaus Laufen und vom 4.-16. November im Trostberger Postsaalgewölbe zu sehen sein. Bei freiem Eintritt können Besucher an den Ausstellungstagen von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 19 Uhr eine Teil-Reproduktion der international beachteten Eisner-Ausstellung des Stadtmuseums München aus dem letzten Jahr betrachten. Auf 50 großen Tafeln werden die politischen Ereignisse vor und während des ersten Weltkriegs und der Lebenslauf des Schriftstellers, Politikers und Revolutionärs Kurt Eisner in historischen Dokumenten dargestellt. Schwerpunkt ist dabei die friedliche Revolution in München am 7. November 1918 im Anschluss an eine Friedensdemonstration auf der Theresienwiese, der Sturz der Monarchie und die Regierungszeit des ersten bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner bis zu seiner Ermordung am 21. Februar 1919. Gezeigt wird auch der Dokumentarfilm von Ulrike Bez von 1989 mit Zeitzeugen zu Verlauf und dem Ende der dann folgenden Räteregierungen mit dem Titel „Es geht durch die Welt ein Geflüster“, jeweils Montag, Dienstag, Freitag und Samstag um 18 Uhr an den Ausstellungstagen.

Peter Kurz, der Initiator und Leiter der Ausstellung, will den Besuchern ein historisch korrektes Bild des Protagonisten der Revolution zeigen, ohne den die unblutige Revolution in München nicht stattgefunden hätte. „Einerseits als Idealist und Utopist abgetan, andererseits als fortschrittlicher Mann der Tat gepriesen, soll der charismatische Redner, der ethische Sozialist, und Pazifist Kurt Eisner vor allem durch seine Worte und Schriften für sich selbst sprechen. Zahlreiche Originalfotografien und vor allem Dokumente, Plakate, Zitate von Schriftstellern und Anführern der Revolutionszeit lassen ein authentisches Bild der damaligen Geschehnisse in München entstehen. So kann die Ausstellung als lebendige Geschichtsstunde erlebt werden, besonders für Schulen und Bildungseinrichtungen in der Region ist dies ein einmaliges Angebot“, erklärt Kurz. Hauptveranstalter ist der Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. in München, unterstützt vom Kreisverband der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – BdA und der Friedensinitiative Traunstein Traunreut Trostberg. Das Stadtmuseum München hat freundlicherweise zusammen mit den dortigen Kurator*innen die Initiative von Peter Kurz unterstützt, diese Ausstellung in Laufen und in Trostberg zu ermöglichen. Anfragen von Schulen in Rosenheim und Traunstein, die Ausstellung ebenfalls zu zeigen, liegen bereits vor.

Eine besondere Attraktion hat der Trostberger Künstler Werner Pink eigens für diese Ausstellung geschaffen, nämlich eine lebensgroße Eisner-Skulptur, die im Eingangsbereich der Ausstellungen aufgestellt wird. Die Eröffnungsveranstaltung in Laufen ist am 17. Oktober um 17 Uhr im Alten Rathaus mit zahlreichen Ehrengästen. Über die Eröffnung am 4. November mit einem Überraschungsgast in Trostberg wird noch gesondert berichtet.

Quelle: http://www.die-linke-traunstein.de/politik/aktuelles/detail/artikel/bayern-ist-fortan-ein-freistaat/